Heizungstausch

Schrittweiser Umstieg mit Erstgespräch, Bestandsaufnahme und realistischer Kosteneinordnung.

Für den Heizungstausch ist eine saubere Ausgangsanalyse entscheidend. Als Einstieg erfolgt eine Bestandsaufnahme plus Erstgespräch, damit Auslegung, Ablauf und Förderpfade realistisch geplant werden können.

Heizlastberechnung nach DIN EN 12831

Die raumweise Heizlast ist die Grundlage jeder Wärmepumpen-Auslegung. Sie bestimmt die benötigte Leistung in kW und die erforderliche Vorlauftemperatur und verhindert sowohl Über- als auch Unterdimensionierung. Eine korrekt berechnete Anlage arbeitet effizienter, taktet weniger und erreicht eine bessere Jahresarbeitszahl (JAZ).

Förderpflicht: Seit dem 01.01.2023 ist eine normgerechte Heizlastberechnung nach DIN EN 12831-1 verpflichtender Nachweis für die BAFA-Förderung von Wärmepumpen und ebenso für KfW-Programme wie KfW 458 und KfW 261.

Korrekte Dimensionierung

Raumweise Heizlast in kW als Basis für die passende Wärmepumpenleistung – ohne Über- oder Unterdimensionierung.

Effiziente Vorlauftemperatur

Realistische Einordnung der nötigen Vorlauftemperatur (35–55 °C) – entscheidend für eine hohe JAZ und niedrige Stromkosten.

Förderfähig

Prüffähige PDF-Dokumentation mit Stempel und Unterschrift – Voraussetzung für BAFA- und KfW-Zuschüsse.

Planungsgrundlage

Solide Basis für die Auslegung von Heizflächen, Pufferspeicher und – im Anschluss – den hydraulischen Abgleich.

1. DatenaufnahmePläne, U-Werte, Heizflächen und Norm-Außentemperatur (PLZ) erfassen.
2. Raumweise BerechnungHeizlast je Raum nach DIN EN 12831-1 mit Fachsoftware.
3. AuslegungsempfehlungPassende Wärmepumpen-Größe sowie Heizflächen- und Pufferkonzept.
4. ÜbergabePrüffähiges PDF inkl. Stempel/Unterschrift für BAFA/KfW.

Hydraulischer Abgleich (Verfahren B)

Damit eine Wärmepumpe effizient arbeitet, muss jeder Raum exakt die Wassermenge erhalten, die er laut Heizlast benötigt. Der hydraulische Abgleich nach Verfahren B setzt genau dort an: Auf Basis der raumweisen Heizlast werden Volumenströme berechnet und die Voreinstellwerte an Ventilen, Pumpen und Reglern exakt eingestellt – im Gegensatz zum gröberen Verfahren A, das mit Schätzwerten arbeitet.

Förderpflicht: Beim Einbau oder Tausch einer Wärmepumpe schreibt das Gebäudeenergiegesetz (GEG) den hydraulischen Abgleich verbindlich vor. Verfahren B ist Voraussetzung für sämtliche Zuschüsse von BAFA und KfW.

Energie sparen

Typisch 5–15 % weniger Heizenergie durch optimierte Wärmeverteilung und passgenaue Volumenströme.

Mehr Komfort

Gleichmäßige Wärme in allen Räumen, weniger Strömungsgeräusche und ruhigerer Anlagenbetrieb.

Effizienz schützen

Eine unausgeglichene Anlage kann die Effizienz einer Wärmepumpe um bis zu 15 % mindern – Verfahren B verhindert das.

Förderfähig

Mess- und Einstellprotokolle als verlässlicher Nachweis für BAFA, KfW und mögliche Garantiefälle.

1. VoraussetzungRaumweise Heizlast nach DIN EN 12831 als Grundlage prüfen bzw. erstellen.
2. BerechnungVolumenströme, Voreinstellwerte und Pumpenkennlinie nach Verfahren B.
3. EinstellungVoreinstellung an Ventilen, Anpassung der Pumpe, Erstellung des Mess-/Einstellprotokolls.
4. ÜbergabeDokumentation, Einweisung und Optimierungsempfehlungen für den Dauerbetrieb.

Gebäudeheizlastberechnung & hydraulischer Abgleich

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